Der Anzug

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Der Anzug


Ich habe einen ganz einfachen Geschmack, das Beste ist für mich gerade gut genug. Oscar Wilde

Die richtige Kleidung macht im Berufsleben viel aus. Ob ein Geschäftspartner seriös erscheint oder windig, ob ein Chef Autorität vermittelt oder schwach wirkt, ob dem Jungmanager zugetraut wird, die Außendienstleitung zu übernehmen oder nicht - all das ist auch eine Frage der Garderobe. Aber die Wirkung eines Menschen hängt in erster Linie von seinem Äußeren ab, und da spielt Kleidung eine große Rolle. Selbst ein Überflieger mit guten Noten und eloquentem Auftreten kann sich mit groben Verstößen gegen den Dresscode viel kaputt machen. Karriere macht man nicht im Schlabberlook.

Die ist aber nicht nur eine Frage individueller Geschmackssicherheit. Für Unternehmen stellt sich die Frage der Kleiderordnung, was passt zu uns, was nicht, sollte Anzug Pflicht sei? Schließlich wird über den Dresscode auch ein Image kommuniziert. Firmen machen sich verstärkt Gedanken in diese Richtung.

Im Büro sind eher gedeckte Farben zu tragen. Kein Schwarz, bei Geschäftsterminen gilt: "Je später es ist, umso dunkler kleidet man sich. Und nach sechs Uhr trägt man kein Braun mehr." Regelverstöße sind Motivkrawatten genau wie Krawattennadeln oder weißer Kragen zu blauem Hemd - "völlig out".

Allerdings ist der Dresscode - wie fast alles im Leben - Veränderungen unterworfen oder kann von Firma zu Firma deutlich variieren. Im Zweifelsfall sei es vernünftig nachzufragen, welche Kleidung gefragt ist. Die Faustregel lautet dabei: Falsch gekleidet ist, wer unangenehm auffällt.

Kleidung ist in der Regel vielsagend. Man kann damit auch zeigen, dass man Ambitionen hat. Wer aufsteigen möchte, sollte sich so kleiden, wie es für die angestrebte Position erwartet wird. Gut ist, sich an denen zu orientieren, die im Unternehmen als Hoffnungsträger gelten. Allerdings sollte man sich nie teurer kleiden als der eigene Vorgesetzte. Und man darf andere nicht exakt kopieren. Chefs wollen schließlich Individuen und keine Klone - egal wie gut gekleidet sie sind.

Der Einreiher

Vor allem tagsüber im Büro fühlen sich die meisten Männer im einreihigen Anzug am wohlsten. Wie leger man darin wirkt, hängt auch davon ab, über wieviel Knöpfe das gute Stück verfügt. Ein klassischer Einreiher kann mit einem, aber auch bis zu fünf oder mehr Knöpfen ausgestattet sein, und dabei ist zu beachten: Je weniger Knöpfe, desto lässiger wirkt der Anzug. Bei einem wichtigen Business-Termin sollten Sie also lieber zu einem mehrknöpfigen Jackett greifen. Zugeknöpft müssen Sie aber trotzdem nicht sein: Wer bei einem Jackett alle Knöpfe schließt, der beweist keinen guten Stil. Lassen Sie mindestens immer einen Knopf offen.
Ab der Herbst/WinterSaison 2010 führen wir für Sie das einreihige Stehkragen-Sakko.

Der Zweireiher

Die doppelte Knopfleiste lenkt optisch ab und macht den Zweireiher zum perfekten Bauchverstecker. Wegen seiner doppelten Reihe wirkt der zweite Anzugklassiker gleich etwas strenger und förmlicher als sein einreihiger Kollege. Wichtig beim Zweireiher: Er muss im Stehen und Gehen immer geschlossen werden, da die Revers ansonsten übereinanderflattern. Auch sollten Sie unter Zweireihern keine Weste anziehen, die passen besser zu einreihigen Anzügen.

Sonderformen

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